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Am 16. April 2026 fand im Kurhaus Bad Aibling die Landestagung des Werkfeuerwehrverbandes Bayern statt. Die sehr gut besuchte Veranstaltung brachte Vertreterinnen und Vertreter der Werk- und Betriebsfeuerwehren, aus Politik, Verwaltung sowie von Partnerorganisationen und Fachfirmen zusammen und unterstrich einmal mehr die zentrale Bedeutung des betrieblichen Brandschutzes in Bayern.
Mit dem Kurhaus Bad Aibling bot sich für die Veranstaltung ein ebenso ansprechender wie würdiger Rahmen. Bereits am Vormittag zeigte sich, welchen Stellenwert die Landestagung innerhalb des Verbandes und darüber hinaus einnimmt. Die Vielzahl hochrangiger Ehrengäste, die tagungsbegleitende Fachausstellung sowie die intensive Nutzung der Veranstaltung für Gespräche, Vernetzung und fachlichen Austausch machten deutlich, dass die Landestagung weit mehr ist als ein fester Termin im Jahreskalender. Sie ist eine der wichtigsten Plattformen des Verbandes. Wie bereits in den Vorjahren wurde der öffentliche Teil zudem live über den Instagram-Kanal des Werkfeuerwehrverbandes Bayern übertragen.

Grußworte und ein starkes Zeichen der Anerkennung
Nach der Eröffnung durch den Vorsitzenden Richard Kern richteten Staatssekretär Sandro Kirchner vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Dr. Konrad Schober als Regierungspräsident von Oberbayern, Stephan Schlier als Erster Bürgermeister der Stadt Bad Aibling sowie Johann Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, ihre Grußworte an die Teilnehmenden.
Bereits die Präsenz dieser hochrangigen Vertreter aus Politik, Verwaltung und Feuerwehrwesen war ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für den Werkfeuerwehrverband Bayern und seine Arbeit. Diese Form der Aufmerksamkeit ist keineswegs selbstverständlich und unterstreicht die anerkannte Rolle des Verbandes als fachlich relevanter Ansprechpartner im betrieblichen Brandschutz.
In den Grußworten wurde die Bedeutung der Werk- und Betriebsfeuerwehren für die Sicherheit von Unternehmen und kritischen Infrastrukturen ebenso hervorgehoben wie die Notwendigkeit eines engen Austauschs zwischen Verband, staatlichen Stellen und weiteren Partnern. Auch aktuelle Entwicklungen fanden ihren Niederschlag. So wurde unter anderem die telefonische Reanimationsanleitung (T-CPR) über Leitstellen der Werkfeuerwehren, bei der Ersthelfende gezielt durch Wiederbelebungsmaßnahmen unterstützt werden, von Staatssekretär Sandro Kirchner ausdrücklich positiv hervorgehoben.

Aktuelle Entwicklungen im betrieblichen Brandschutz
Im weiteren Verlauf des Vormittags wurden zentrale Entwicklungen und Herausforderungen im betrieblichen Brandschutz thematisiert. Dazu zählten insbesondere Anpassungen im bayerischen Feuerwehrrecht sowie deren Auswirkungen auf die Werkfeuerwehren.
Vor dem Hintergrund des zunehmenden Fachkräftemangels wurden auch organisatorische Fragestellungen angesprochen, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Ausrichtung von Einsatzstrukturen. Ebenso wurde deutlich, dass die Weiterentwicklung von Ausbildung und Qualifikation weiterhin ein zentrales Handlungsfeld bleibt. Die geplante Ergänzung bestehender IHK-Aus- und Fortbildungsangebote sowie neue Ansätze in der Qualifizierung zeigen, dass der betriebliche Brandschutz in Bayern aktiv und zukunftsorientiert gestaltet wird.

Ehrungen als Ausdruck besonderer Verbundenheit
Ein besonderer Schwerpunkt des öffentlichen Teils lag auf den Ehrungen verdienter Persönlichkeiten. Gemeinsam mit Staatssekretär Sandro Kirchner nahm der Vorstand des Werkfeuerwehrverbandes Bayern die Auszeichnungen vor und würdigte damit langjähriges Engagement, besondere Verdienste und herausragende Leistungen im betrieblichen Brandschutz.
Mit dem Ehrenkreuz des Werkfeuerwehrverbandes Bayern in Bronze wurden Manfred Gebert, Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit, sowie Martin Zinsmeister, stellvertretender Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit, ausgezeichnet.
Das Ehrenkreuz des Werkfeuerwehrverbandes Bayern in Silber erhielten Tobias Haller, Fachbereichsleiter Betriebliches Krisenmanagement und Katastrophenschutz, Harald Windsheimer, Alexander Kiesl, stellvertretender Vorsitzender des Verbandes, Torsten Kraemer, Branddirektor im Bayerischen Staatsministerium des Innern, Johann Eitzenberger, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, sowie Michaela Götz aus der Geschäftsstelle des Verbandes.
Mit dem Ehrenkreuz des Werkfeuerwehrverbandes Bayern in Gold wurde Roland Eckert ausgezeichnet.
Das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber erhielt Andreas Gottschalk, Schatzmeister des Werkfeuerwehrverbandes Bayern.
Darüber hinaus wurden Gerhard Fröhling und Kurt Sägenschnitter für ihre 40-jährige Mitgliedschaft im Verband geehrt.

Besondere Würdigung für Andreas Gandorfer
Ein besonderer Höhepunkt der Ehrungen war die Ernennung von Andreas Gandorfer zum Ehrenmitglied des Werkfeuerwehrverbandes Bayern.
Mit dieser Auszeichnung wurde seine jahrzehntelange und prägende Tätigkeit im Verband gewürdigt. Als langjähriger Bezirkssprecher von Oberbayern sowie in weiteren verantwortungsvollen Funktionen hat er die Entwicklung des Verbandes über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgestaltet und begleitet. Die Ernennung zum Ehrenmitglied stellte daher eine besonders wertige Würdigung dieser Lebensleistung dar und war einer der prägenden Momente der Veranstaltung.

Fachvorträge und technologische Entwicklungen
Im Anschluss an die Ehrungen richtete sich der Blick auf aktuelle fachliche Entwicklungen. Daniel Wesle von der ZF Group sprach über innovative Ansätze und technologische Entwicklungen von Einsatzfahrzeugen und gab Einblicke in die digitale Vernetzung von Fahrzeugen, Geräten und Personal.
Jürgen Wettlaufer von der Werkfeuerwehr der Technischen Universität München in Garching berichtete anschließend über die Erfahrungen mit einem elektrischen Hilfeleistungslöschfahrzeug im komplexen Einsatzumfeld. Damit wurde ein praxisnaher Bogen von technologischer Entwicklung hin zur konkreten Anwendung im Werkfeuerwehralltag gespannt.

Fachausstellung und Austausch als zentrale Säulen der Tagung
Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung leistete auch die tagungsbegleitende Fachausstellung mit zahlreichen Ausstellern. Sie bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen und Produkte zu informieren und direkt mit Fachfirmen ins Gespräch zu kommen.
Gerade dieser persönliche Austausch war ein prägendes Merkmal der Landestagung. Die Veranstaltung wurde intensiv zum Netzwerken genutzt und bestätigte damit erneut ihre Rolle als zentrale Plattform für Werk- und Betriebsfeuerwehren in Bayern.

Mitgliederversammlung und Wahlen am Nachmittag
Am Nachmittag folgte im nicht öffentlichen Teil die Mitgliederversammlung. Dort standen neben dem Bericht des Vorsitzenden, dem Bericht des Schatzmeisters und dem Bericht der Verbandsrevision insbesondere die turnusgemäßen Wahlen des Vorstandes und der Revision im Mittelpunkt.
In ihren Ämtern bestätigt beziehungsweise neu gewählt wurden Richard Kern als Vorsitzender, Matthias Reumann und Michael Wegner als stellvertretende Vorsitzende sowie Andreas Gottschalk als Schatzmeister.
Der bisherige stellvertretende Vorsitzende Alexander Kiesl stellte sich nicht erneut zur Wahl. Der Werkfeuerwehrverband Bayern spricht ihm für seine langjährige Tätigkeit im Vorstand und sein engagiertes Wirken im Verband einen besonderen Dank aus. Mit seinem Einsatz, seiner Verlässlichkeit und seiner klaren Haltung hat er die Arbeit des Verbandes über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgestaltet und geprägt. Dem Verband bleibt Alexander Kiesl weiterhin als Bezirkssprecher Niederbayern erhalten.
Zu Mitgliedern der Verbandsrevision wurden Jürgen Wettlaufer, Berthold Birnthaler und Tobias Haller gewählt.
Im Anschluss an die Wahlen gab Richard Kern einen Ausblick auf die anstehenden Termine und Veranstaltungen des Verbandes. Martin Wilske, Bundesvorsitzender des Werkfeuerwehrverbandes Deutschland, gratulierte den neu- und wiedergewählten Vorstandsmitgliedern und dankte allen Mitgliedern des Werkfeuerwehrverbandes Bayern für ihr Engagement.
Zugleich wurde bereits auf die nächste Landestagung hingewiesen, die 2027 in Obertraubling in der Oberpfalz stattfinden wird.

Fazit
Die Landestagung 2026 in Bad Aibling hat eindrucksvoll gezeigt, wie leistungsfähig, vernetzt und zukunftsorientiert der betriebliche Brandschutz in Bayern aufgestellt ist. Fachliche Impulse, politische Unterstützung, eine starke Beteiligung aus der Praxis und die hohe Wertschätzung durch zahlreiche Ehrengäste verliehen der Veranstaltung besonderes Gewicht.
Neben den inhaltlichen Schwerpunkten waren es vor allem die begleitende Fachausstellung, die persönlichen Begegnungen und der intensive Austausch, die den Charakter der Tagung prägten. Damit bleibt die Landestagung des Werkfeuerwehrverbandes Bayern eine der wichtigsten Veranstaltungen des Verbandes und eine zentrale Plattform für Vernetzung, Weiterentwicklung und Interessenvertretung der Werk- und Betriebsfeuerwehren in Bayern.

Martin Zinsmeister, Geschäftsführer und Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit

Bilder:

1: Sandro Kirchner, MdL, Staatssekretär des Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration, richtet seine Grußworte an den sehr gut gefüllten Saal im Kurhaus Bad Aibling

1: Sandro Kirchner, MdL, Staatssekretär des Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Sport und Integration, richtet seine Grußworte an den sehr gut gefüllten Saal im Kurhaus Bad Aibling

2: Andreas Gandorfer (2. von links) wurde für seine jahrzehntelangen Verdienste im Werkfeuerwehrverband Bayern zum Ehrenmitglied ernannt.v.l.n.r.: Vorsitzender Richard Kern, neues Ehrenmitglied Andreas Gandorfer, stv. Vorsitzender Matthias Reumann, Staatssekretär Sandro Kircher, MdL, Regierungspräsident von Oberbayern Dr. Konrad Schober

2: Andreas Gandorfer (2. von links) wurde für seine jahrzehntelangen Verdienste im Werkfeuerwehrverband Bayern zum Ehrenmitglied ernannt.
v.l.n.r.: Vorsitzender Richard Kern, neues Ehrenmitglied Andreas Gandorfer, stv. Vorsitzender Matthias Reumann, Staatssekretär Sandro Kircher, MdL, Regierungspräsident von Oberbayern Dr. Konrad Schober

3: Gruppenbild aller Geehrten der Landestagung 202

3: Gruppenbild aller Geehrten der Landestagung 202

4: Der neu- bzw. wiedergewählte Vorstand des Werkfeuerwehrverband Bayern. v.l.n.r.: Andreas Gottschalk (Schatzmeister), Matthias Reumann (stv. Vorsitzender), Michael Wegner (stv. Vorsitzender), Alexander Kiesl (scheidender stv. Vorsitzender) und Richard Kern (Vorsitzender)

4: Der neu- bzw. wiedergewählte Vorstand des Werkfeuerwehrverband Bayern.
v.l.n.r.: Andreas Gottschalk (Schatzmeister), Matthias Reumann (stv. Vorsitzender), Michael Wegner (stv. Vorsitzender), Alexander Kiesl (scheidender stv. Vorsitzender) und Richard Kern (Vorsitzender)